Peter-Andreas Mothes

Peter-Andreas Mothes wurde am 05.08.1935 in Wiesbaden geboren. Er verstarb – noch voller Tatendrang – am 25.Juni 2008 in Kassel.

Studium in Wien und Karlsruhe Seine frühe Kindheit verbrachte er in Leipzig und wuchs später kriegsbedingt im Kleinwalsertal und am Rande der schwäbischen Alb auf. Danach absolvierte er sein Abitur in Heidelberg. Das geplante Architekturstudium wird zu Gunsten eines einjährigen Studiums bei “seinem” Kunstlehrer “Hermann-Kirchner” verschoben. Erst im Anschluss absolvierte er ein Kunststudium an den Universitäten in Wien und Karlsruhe. Als vielseitig begabter Mensch studierte er in Wien zugleich Philosophie, Psychologie und Pädagogik.

“Kunst am Bau” wird zu seinem Schwerpunkt Vom Wiener Musikleben verzaubert, war er ein begeisterter Konzert- und Theaterbesucher und spielte selbst immer gerne Cello. Ab 1963 war er als freier Maler und Grafiker in Stuttgart tätig. 1967 bekam er von dem bekannten Architekten Rex Raab seinen ersten Auftrag zur gesamten künstlerischen Ausgestaltung der Freien Waldorfschule Engelberg. Später war er auch parallel als Kunstlehrer tätig. Seitdem arbeitete er schwerpunktmäßig im Bereich „Kunst am Bau“. Bis zu seinem Tode übernahm er zahlreiche künstlerische Ausgestaltungsaufträge in Schulen im In- und Ausland, Kliniken, Unternehmen, Banken, kirchlichen Gebäuden, kommunalen Einrichtungen (Technisches Rathaus Heilbronn) sowie Verbände wie z.B. der DFB (Deutscher Fußballbund) in Frankfurt. Dabei war es ihm immer ein besonderes Anliegen, dass er die Menschen vor Ort aktiv in die künstlerische Arbeit integrierte. Als ein besonders bemerkenswertes und anschauliches Beispiel dafür dient zum Beispiel die Neugestaltung der Gefängniskapelle der JVA Wiesbaden.

Die reine Malerei bietet eine willkommene Abwechslung Zahlreiche regionale Ausstellungen bei Banken, Versicherungen, etc. nahm er als willkommene Abwechslung von der Kunst am Bau. Seine – über die Jahrzehnte – gemalten Tafelbilder zeigen, in verschiedenen Epochen, eindrucksvoll die künstlerische Bandbreite seines Schaffens auf. Seine Bilder waren ihm nie “Objekt”, sondern entstanden mehr in “meditativen Zwischenräumen”. Hier in der “kleinen Kunst” zeigt sich sein beeindruckendes künstlerisches Repertoire: Von Gegenständlich bis Abstrakt, vom Holzschnitt über Aquarell und Öl bis hin zum Acryl. Maltechniken, die er alle perfekt beherrschte. Er pulsierte täglich in seiner künstlerischen Arbeit und mied eher das Rampenlicht, die große Bühne. An öffentlichen Auftritten hatte er kein vorrangiges Interesse.

Beachtliches Lebenswerk Mehr im Stillen genoss er daher die Silbermedaille für Verdienste der Malerei, die er anlässlich einer Ausstellung in der “Galerie du Musée” verliehen bekam. Viel wichtiger und ihm stets eine besondere Freude waren für ihn die regelmäßig stattfindenden Malkurse die er nach der Devise “jeder kann malen” durchführte. In den annähernd fünf Jahrzehnten seines künstlerischen Wirkens ist ein beachtliches Lebens(netz)werk entstanden.